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Burg Nitra

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Die Nitraer Burg ist das wohl markanteste Wahrzeichen der Stadt – sie ragt auf einem Kalksteinhügel über einem Mäander des Flusses Nitra, der den Hügel von drei Seiten her einschließt. Die Burg gehört zu den nationalen Kulturdenkmälern der Slowakei und wurde zusammen mit der sog. Oberen Stadt am südlichen Hang des Burghügels zum städtischen Denkmalreservat erklärt. Die Burg besteht aus vier selbstständigen Teilen: der Kathedrale, dem Bischofspalast, den Wirtschaftsgebäuden und den äußeren Befestigungen mit einem einzigen Zugangstor.


Teile der Burg Nitra
In das Areal gelangt man über das Eingangstor mit abgeschrägtem Grundriss. Das innere Bischof-Mošóci-Tor im Renaissancestil entstand im 16. Jahrhundert. Das äußere Bischof-Pálfy-Tor aus dem Jahr 1673 erfüllte früher zusammen mit der Unterstützung durch die Artillerie eine wichtige Aufgabe bei der Verteidigung der Burg. Im Burgareal befindet sich die Kathedrale des Hl. Emmeram, die durch den Zusammenschluss von drei in verschiedenen Baustilen gehaltenen kirchlichen Bauten entstand. Gemeint sind die romanische Emmeramskirche (11. Jh.), die Obere Kirche (14. Jh., ursprünglich gotisch) und die Unteren Kirche (17. Jh.).

Die Emmeramskirche gilt als der älteste Teil der Kathedrale. Das kleine romanische Bauwerk hat eine romanische Apsis in Hufeisenform, getrennt vom quadratischen Schiff durch einen Triumphbogen. Dieser stammt wie auch das Schiff aus dem 14. Jahrhundert. Das ursprüngliche Gebäude wurde beschädigt und im Jahr 1328 verkürzt, um Platz für die Stützpfeiler der Oberen Kirche zu schaffen. Nach der Fertigstellung der gotischen Basilika wurde ein Teil der gotischen Kirche als Archiv genutzt. 1465 wurde nach einem Feuer in diesem der romanische Teil der Burgkirche erhöht und mit einem Rippengewölbe versehen. Die heutige Gestalt erhielt der Innenraum der Kirche nach einem Umbau in den Jahren 1930 und 1931 im Rahmen der Vorbereitungen auf das Pribina-Fest in 1933. An der Ausschmückung der Kirche beteiligten sich mehrere wichtige slowakische Künstler. Von J. Pospíšil stammt das Holzkreuz mit dem gekreuzigten Jesus Christus auf einem modernen Altar, von L. Majerský das stilisierte Staats- und Gauwappen wie auch das slowakische Staatssymbol an der Westmauer, von K. Kmeťko die Reliquie des Hl. Kyrill, von Ľ. Fulla die bunten, die Heiligen Andreas und Benedikt darstellenden Fensterglasmalereien. Zu den wertvollen Kunstwerken gehört auch ein aus Silber geschmiedeter Schrein aus dem Jahr 1647 mit den Überresten der Heiligen und Patrone der Kirche oder eine 1930 entdeckte Reliefplastik aus dem 13. Jahrhundert. Da sie ihren Stifter auf einem Modell der Kirche sitzend darstellt, ist dieses Relief auch als das sog. Stifter-Relief bekannt. Die einschiffige Obere Kirche wurde auf dem höchsten Punkt der Felserhebung zwischen den Jahren 1333 und 1355 errichtet. Ihr gotisches Aussehen behielt sie bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts. Im Rahmen eines Umbaus wurde die Obere Kirche an die Untere Kirche angebaut und der Innenbereich stilmäßig angepasst. Die äußere Angleichung bestand im Anbau der barocken Barbarakapelle. Der Autor der Fresken und Malereien in der Kapelle ist A. Galliarti, ein österreichischer Maler mit italienischen Wurzeln. Der 1732 geweihte Hauptaltar des Heiligen Erlösers mit imposanter Säulenarchitektur gehört zu den kostbarsten Denkmälern in der Oberen Kirche. Das Taufbecken im Renaissancestil aus dem Jahr 1643 ist in einer Nische untergebracht und wurde von M. Weigel in Banská Bystrica gefertigt. Zum Anlass der Kyrill-und-Method-Feier im Jahr 1933 bekam die Obere Kirche eine neue Orgel vom Meister O. Važanský.

Die Untere Kirche entstand erst im Zuge der Einnahme der Burg durch die Armee des Gabriel Bethlen und stellt den jüngsten Teil der Kathedrale dar. Sie wurde zwischen den Jahren 1621 und 1642 erbaut. Den Innenraum der Unteren Kirche schmückt ein wunderschöner Altar aus dem Jahr 1662. Er gehört zu den wertvollsten Kunstdenkmälern in der Kathedrale. Der zentrale Teil des Altars – das plastische Relief der Kreuzabnahme – ist das Werk des österreichischen Bildhauers J. Pernegger. Unter der Hauptplastik befindet sich das Marmorrelief Grablegung Christi. Neben spätbarocken seitlichen Altären aus dem 18. Jahrhundert können in der Unteren Kirche auch die Grabsteine dreier Nitraer Bischöfen aus dem 15. und 16. Jahrhundert besichtigt werden. Zu den neuesten Entdeckungen in diesem Teil der Kathedrale gehört ein gotisches Fresko. Die Maltechnik wie auch der Stil des freigelegten Fragments ordnen es zu den bedeutenden Beispielen der Ausbreitung der Einflüsse des italienischen Trecento in der mitteleuropäischen Malerei um 1400. Der Eingang in die Untere Kirche ist auch der Eingang in die Kathedrale. 1642 wurde an die südliche Mauer ein Kirchturm angebaut, neben dem sich eine zweigeschossige Sakristei mit zahlreichen künstlerisch wertvollen liturgischen Gegenständen befindet – darunter spätgotische, barocke und klassizistische Kelche, eine barocke Monstranz aus dem Jahr 1692, ein barockes Weihrauchfass aus dem Jahr 1775, das ursprünglich Eigentum des Klosters von Zobor war und weitere einzigartige Kunstwerke.

In der Nitraer Burg befinden sich mehrere Krypten. Darunter auch die Krypta unter dem Sanktuarium, die  Ladislav Adam Erdödy, Nitraer Bischof in 1706 – 1736, für Bischöfe und Kanoniker errichten ließ. Heute ist sie von außen über einen Eingang in der Wand der Oberen Kirche vom Vazul-Turm her zugänglich. Der erste in dieser Krypta bestattete Bischof war Ján Gustíni-Zubrohlavský. Weitere hier bestatteten Bischöfe sind mit Sicherheit Ján Gustíni, Jozef Kluch, Jozef Vurum, Imrich II. Paluďaj, Augustín Roškováni, Imrich III. Bende, Karol Kmeťko, Eduard Nécsey und seit 1988 Ján Pásztor. Rechts im östlichen Hof des Burgareals befindet sich in den ehemaligen Artillerie-Kasematten der Nordbastion beim Burgbrunnen die Kanonikerkrypta. Ihr Eingang ist mit einer Steinplatte zugedeckt. Sie dient ab 1863 zur Bestattung von Kanonikern. Der spätbarocke Bischofspalast wurde an die Westseite der Burgkathedrale angebaut. Er hat drei Stockwerke und einen Hof. Sein jetziges Aussehen erhielt der Palast in den Jahren 1732 – 1739. Bis vor kurzem wurde das Gebäude vom Archäologischen Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften genutzt, derzeit dient es aber wieder als Sitz des Nitraer Bischofs. Vor dem Eingang in den Hof des Bischofspalasts befindet sich der Burghof mit Park und Terrasse.

Kathedrale – Emmeramsbasilika der Öffentlichkeit zugänglich:
Oktober:   Montag - Samstag 9.00-12.00, 13.00-18.00, Sonntag 10.00-12.00, 13.00-17.00
November – März:   Montag - Sonntag 9.00-12.00, 13.00-16.00
April - September:  Montag - Samstag 9.00-12.00, 13.00-18.00, Sonntag 10.00-12.00, 13.00-17.00


Diözesanmuseum des Nitraer Bistums
Im Burgareal befindet sich auch das Diözesanmuseum, das 2007 in einem ehemaligen Wirtschaftsgebäude als das erste seiner Art in der Slowakei eröffnet wurde. Im Erdgeschoss des Museums sind Urkunden, verschiedene mit der Einführung des Christentums in der Region zusammenhängenden Dokumente und Modellnachbauten archäologischer Funde wie bspw. der Pyxis aus Čierne Kľačany untergebracht. Des Weiteren befinden sich hier die älteste Handschrift auf dem Gebiet der Slowakei – der Nitraer Codex aus dem Jahr 1083 – und die Kopien der Urkunden von Zobor aus den Jahren 1111 und 1113. Im Kellergeschoss befindet sich eine Exposition wertvoller liturgischer Gegenstände wie Kelche, Monstranzen und Bischofsstäbe. Zu den interessantesten gehören der Kelch Udalrica de Budy, ein barocker Kelch und die Monstranz des Bischofs Jakub Haško.
Tel.: +421 (0)37/772 17 47
Öffnungszeiten:
Oktober:  Mittwoch - Sonntag 10.00 -18.00 
November – März:   Freitag - Sonntag 10.00 – 15.00
April – September:   Dienstag - Sonntag 10.00 – 18.00

Vazul-Turm und Burgbrunnen
Dort, wo heute der Vazul-Turm steht, befand sich früher eine nach und nach umgebaute Befestigung. Der Vazul-Turm hatte ursprünglich zwei Stockwerke und zwei Eingänge – vom Hof und vom Wehrgang aus. Im unteren Teil des Turmes befand sich eine Schießscharte für eine Kanone und auf dem oberen Stockwerk waren zwei Fenster nach Osten und eines nach Norden gerichtet. Ältere Fotografien zeigen den Vazul-Turm ohne geneigtes Dach. Dieses Wurde erst bei der kürzlich durchgeführten Rekonstruktion der Burg aufgesetzt. Unter dem Turm befindet sich ein Verlies. Mauer und Turm schließen den kleinen östlichen Hof mit dem Burgbrunnen ab. Der Brunnen war mindestens 60 Meter tief. Oben befand sich ein Schöpfwerk mit großer Trommel, mit dessen Hilfe das Wasser hinauf gezogen wurde.

Kasematten
Die Exposition der Kasematten befindet sich in der südöstlichen Bastion der Burg. Diese archäologische Ausstellung zeigt den großmährischen Kammerwall und veranschaulicht die Veränderungen im Festungssystem der Nitraer Burg. Die Kasematte selbst entstand beim Umbau der Mauern während der Kämpfe zwischen den Türken und den kaiserlichen Armeen in 1664, als die gesamte Befestigung der Burg stark beschädigt wurde. Aus dieser Zeit stammt eine neue bastionäre Befestigung. Die West- und die Südmauer der Bastion bilden die Wände der heutigen Kasematte aus, früher war dieser Bereich aber zugeschüttet und verstärkte so die gemauerte Befestigung. Das umliegende Terrain lag in der Höhe des unteren Gewölbebereichs. 1663 wurde die Burg von den Türken eingenommen. Ein Jahr später hoben kaiserliche Soldaten mit dem Ziel, die Burg zu stürmen, in der West- wie auch der Nordseite des Burghügels Gänge aus. Einer davon führte in die südöstliche Bastion. Er mündet in die Südwand der Kasematte und ist heute noch in Rahmen dieser Exposition sichtbar. Nach den Kämpfen ließ Bischof Tomáš Pálffy die Burg neu befestigen. Die ältere südöstliche Bastion wurde von der Südseite her durch eine weitere Mauer bewehrt. Der Raum zwischen den Mauern der alten und der neuen Bastion wurde nicht zugeschüttet, sondern mit Gewölben versehen und leer gelassen. In dieser Zeit erhielt auch die Kasematte mit Schießscharte ihr heutiges Aussehen. Ihre Funktion war es, das Burgtor zu verteidigen.
Tel.: +421 (0)37/772 17 47
Öffnungszeiten:
October:  Freitag - Sonntag 10.00 - 18.00 
November - März:   geschlossen
April – September: Dienstag - Sonntag 10.00 – 18.00


Gotischer Graben

Der innere Graben gehörte im Mittelalter zum Befestigungssystem der Burg. Seit seiner Rekonstruktion in 2011 dient er als Amphitheater. In den Sommermonaten wird es als Kino und Veranstaltungsort für Konzerte unter freiem Himmel genutzt. Der gotische Graben ist für jeden Besucher frei zugänglich. Er befindet sich im südöstlichen Teil des Burgareals.

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